Koriandersirup eine Alternative bei Migräneattacken?!

1. September 2019

Migräne – das bedeutet starke Übelkeit, Geräusch- und Lichtempfindlichkeit bis hin zu Wahrnehmungsstörungen und vor allem extreme Kopfschmerzen! Aufgrund der weiten Verbreitung dieser Krankheit wird nicht nur nach den Ursachen, sondern auch nach einer wirksamen Medikation geforscht. Und hier kommt der Koriander ins Spiel…

Koriander als Alternative

Viele Pharmazeutika gegen Migräne haben unerwünschte Nebenwirkungen. Eine Alternative ohne gravierende Nebenwirkungen stellt hingegen der Koriander (Coriandrum sativum) dar, wie neueste Forschungen belegen. Das Doldengewächs stammt ursprünglich aus dem Orient und wird heute noch in diesem Raum als traditionelles Heilmittel eingesetzt. Bereits im Mittelalter, unter Karl dem Großen, fand dieses Gewürz auch in den europäischen Küchengarten Eingang. Beliebt war es im Bereich der Kochkunst – in der Bierherstellung, für Würste, Ragouts oder als Brotgewürz.

Koriander als Heilmittel

Koriander wird in der TEM ziemlich breit eingesetzt: mit seinem wärmenden und trocknenden Profil ist er eine wichtige Droge der Gastroenterologie, bei Magen- und Darmproblemen. Die Inhaltstoffe des Korianders unterstützen zudem die Ausleitung von Schwermetallen, insbesondere von Quecksilber. Speziell für die Migräne hat sich ein Koriandersirup bewährt, der sowohl in den klassischen Werken der TEM wie der Traditionellen Persischen Medizin bezeugt ist. Dieser Sirup sollte drei mal täglich eingenommen werden, wird gut vertragen und taugt auch als Langzeittherapeutikum. Eine iranische Studie von 2016 hat die Wirksamkeit dieser traditionellen Rezeptur nachgewiesen, aber damit erst die Türe zu weiteren Studien aufgetan: in den traditionellen Arzneimittelbüchern sind hunderte von Kofpschmerz-Rezepturen überliefert, die erst noch zu untersuchen wären.

Kasmaei HD, Ghorbanifar Z, Zayeri F, Minaei B, Kamali SH, Rezaeizadeh H, Amin G, Ghobadi A, Mirzaei Z. Effects of Coriandrum sativum syrup on migraine: a randomized, triple-blind, placebo-controlled trial. Iran Red Crescent Med J 2016; 18(1): e20759