Glücklich-Sein – auch eine Frage der Haltung!

Glücklich-Sein – auch eine Frage der Haltung!

18. November 2019

Dass Sport und Bewegung allgemein guttun und gegen eine depressive Verstimmung wirken, hat wohl jeder schon mal erlebt. Aber es geht auch um Haltung…

Ältere Studien hatten gezeigt, dass dieser Eindruck nicht täuscht, sondern einfach erklärt werden kann: Herbstdepressionen sind lichtsensibel und insofern liegt auf der Hand, dass tägliche 20-minütige Spaziergänge im Freien hochwirksam sind. Eine Studie aus dem Jahr 2015 hat allerdings noch eines draufgesetzt:

Auf die „Haltung“ kommt es an!

Nicht nur das Gehen und die Intensität von Bewegungen, sondern vor allem die Gesamt- Körperhaltung beeinflusst unsere Psyche: Unter Verwendung einer Biofeedback-Methode haben Forscher 47 Studienteilnehmer zu verschiedenen Körperhaltungen und zum langsamen Gehen animiert. Das Ergebnis: „Depressive“ Körperhaltungen und Bewegungsmuster führten interessanterweise zu einer vermehrten Erinnerung negativer Begriffe, während variantenreiche und fließende Körperhaltungen die Teilnehmer mehr positive Assoziationen erinnern ließ. Angesichts dieses Ergebnisses gewinnt die Anweisung der Klostermedizin, man solle mit Leib und Seele beten, neue Bedeutung!

Leibgebärden – europäische Alternative zum Yoga

In mittelalterlichen Handschriften wird der Mensch eingeladen, in diversen Körperstellungen zu beten: Meditatives Gehen, Erheben der Hände, Ausbreiten der Arme, sich auf die Zehenballen stellen etc. Diese „Gebärden“ in den Büchern schauen ein bisschen aus, wie „europäisches Yoga“. Im Bildungshaus St. Michael können Sie in 2020 in vier Modulen die christlich-europäische Leibarbeit umfassend einüben und auch anderen Menschen weitervermitteln, als heilsame Leibspiritualität für alle: die Gebärden sind von Bewegungseingeschränkten leicht auszuführen (zum Teil sind sie sogar rollstuhltauglich), für Sportfreaks gibt es natürlich aber auch herausfordernde Varianten!