Rosenwurz – gelassen durch den Stress

Rosenwurz – gelassen durch den Stress

14. Januar 2022

Dass Rosenwurz die Resilienz und Stresskompetenz verbessert, steht in allen alten Schriften der TEM. Dass die TEM damit Recht hat, zeigen inzwischen zahlreiche Studien. Wie man eine Tinktur selber zubereiten kann, das zeigt InstiTEM.

In der Beschleunigungspirale

Der Soziologe Hartmut Rosa hat durch seinen Forschung nachgewiesen, dass um 1790 eine Beschleunigungsspirale in Gang gesetzt wurde, in der wir alle uns befinden. Der amerikanische Psychotherapeut Herbert J. Freudenberger beschrieb dann 1974 erstmals das sogenannte Burnout-Syndrom. Statistische Daten aus den deutschsprachigen Ländern zeigen, dass das keine bloße Theorie ist, denn jeder fünfte macht in seinem Leben Burnout-ähnliche Phasen durch: Episoden mit massiver Überforderung, Erschöpfungszuständen, Depressionen, Angst und Schlafstörungen Und hier kommt die Rosenwurz ins Spiel.

Rosenwurz – das Schutzschild aus den Bergen

Die Rosenwurz (Rhodiola rosea) findet sich in nahezu allen gedruckten Kräuterbüchern seit der frühen Neuzeit als Anti-Stress-Mittel. Auf diese Indikation verweisen auch die Signaturen dieser Pflanze: Der im Gebirge heimische Sukkulent wächst bevorzugt auf extremem Terrain, etwa auf Felsen und in Felsspalten, und ist damit ein Vorbild der Widerstandsfähigkeit. Die Rosenwurz zählt außerdem zu den Dickblattgewächsen, was anzeigt, dass man sich am besten mit „dicker Haut“ oder „dickem Fell“ des Stresses erwehren kann. Die Forschung der letzten Jahrzehnte hat die Rosenwurz in die Kategorie der Adaptogene eingereiht: Rosenwurz kann erwiesenermaßen unsere psychische wie physische Leistungsfähigkeit stützen und Kraft verleihen, wenn wir zu wenig davon haben; ansonsten „pushed“ die Rosenwurz nicht, sondern hat lediglich eine ausbalancierende Wirkung auf das Gesamtsystem. In einer österreichischen Studie aus dem Jahr 2017 mit 118 Burnout-Patienten wurde dieses Wirkprofil des Rosenwurz-Extrakts nochmals überzeugend nachgewiesen. Bereits nach einer Woche verbesserten sich die Beschwerden signifikant. Zubereitungen gibt es auf dem Markt zuhauf, allerdings oft für einen nicht unerheblichen Preis. Wer will, kann zur Selbsthilfe greifen und sich eine Tinktur zubereiten.

Rosenwurz-Tinktur

  • getrocknete, zerkleinerte Rosenwurz­-Wurzel, beispielsweise 100 g, bereitstellen,
  • in einem Tinkturenglas eine Lage Rosenwurz geben, mit Alkohol (z.B. Wodka) aufgießen und mit einem Holzstößel gut nachrücken, und so das Glas weiter einschichten, bis hin zum „Gleichstand“, soll heißen: der Alkohol bedeckt nicht nur das Pflanzenmaterial völlig, sondern steht sogar noch einen Fingerbreit über.
  • Im gut verschlossen Glas etwa 3–4 Wochen mazerieren lassen; dabei den Flüssigkeitsstand kontrollieren und das Gefäß alle paar Tage etwas bewegen.
  • Kolieren – das heißt, in einem Sieb abpressen oder besser mit einer Tinkturenpresse. Die fertige Tinktur in Flaschen füllen; sie ist bis zu 3 Jahre stabil.
  • Anwendung: 2–3 Mal täglich 10–20 Tropfen. Im Akutfall dreimal täglich bis zu ½ TL für ein kurzes Intervall einnehmen.
  • Die Tinktur ist auch zur Langzeitanwendung geeignet.